Texten Affiliate vs Info Portal



Auf Selbstaendig-im-Netz schrieb Peer Wandiger heute den zweiten Teil seiner Serie über gekaufte Texte. Eigentlich kann ich Ihm in allem soweit zustimmen. Ein gutes Briefing ist für beide Seiten sehr von Vorteil. Der Kunde bekommt den Text den er sich vorgestellt hat und der Texter spart sich eine Menge Arbeit durch Änderungen.

Durch meine Erfahrungen bei Textbroker kann ich jedoch sagen: Ein gutes Briefing ist sehr selten.

Zumeist heißt es dort dann, “schreiben sie einen informativen Text über …” , oder “ein Info Portal benötigt einen informativen Text über … . Das Keyword soll so und so oft im Text vorkommen.”

Da kann man zwar etwas mit anfangen, aber wer wundert sich denn wirklich, wenn er dann nicht den Text bekommt den er will. Ein wenig mehr Informationen wären aus meiner Sicht der Dinge beim Briefing wirklich nicht verkehrt. Vor allem aber sollte man als Auftraggeber ehrlich sein und einen Text für eine Affiliate-Seite nicht als Text für ein Informations Portal tarnen wollen.

Das kann nicht gut gehen, denn für Info Portale werden die Texte anders geschrieben als für Affiliate Seiten. Während bei Info Portalen vorwiegend Informationen untergebracht werden müssen, gehört zu Texten für Affiliate Seiten auch immer eine psychologische Komponente. Man muss mit Affiliate Texten schließlich seine Besucher führen und versuchen Emotionen bzw. Begehrlichkeiten zu wecken.

Im Endefekt handelt es sich also um zwei völlig verschiedene Arten von Texten die benötigt werden würden. Aber kaum jemand gibt zu, wofür die Texte wirklich verwendet werden sollen.

Fazit:

Wer den Text haben möchte, den er sich vorstellt, der schreibt ein genaues Briefing und ist auch ehrlich was die Verwendung des Textes angeht. Es gibt nämlich auch bei uns unterbezahlten Netzschreiberlingen Leute, welche die Sache ernst nehmen und sich bei jedem Text Mühe geben.

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4 Gedanken zu „Texten Affiliate vs Info Portal

  1. Wäscherei

    Das habe ich sozusagen als Standard-Briefing. Was denkst du darüber ?

    Gehobene, sachliche Sprache, Zielgruppe sind Geschäftskunden. Kurze Beschreibung was Wäschereien tun und wie sie aufgebaut sind, was sie anbieten, wer die Kunden sind.

    Keine Füllwörter wie “aber” “eigentlich” “sozusagen” etc. Keine eigene Meinung, keine indirekte Sprache, nur Fakten.

    Gerne an Wikipedia angelehnt, aber kein Wikipedia Umschrieb. Keine zugroße textliche/strukturelle Übereinstimmung mit Wikipedia!

  2. Daniel Artikelautor

    Das ist schonmal ein gutes Beispiel. Die wichtigen Informationeen wie Zielgruppe, Sprachstil und die eigene Meinung sind vorhanden.
    Zielgruppe ist wichtig, weil so schon der verwendete Wortschatz eingeschränkt wird. In diesem Falle sind es Geschäftskunden, was schonmal sowas wie “Hey Alter” und so weiter ausschließt.
    Eventuell solltest Du noch hinzufügen ob der Text für eine Firmenwebsite oder einen Blog benötigt wird. In einem Blog würde man nämlich noch ein wenig ungezwungener schreiben.

  3. Wäscherei

    Das war auch nur ein Bespiel. Andere Beispiele wären z.b. nur direkte Sprache, keine Konjunktive, keine Bewertung von Sachverhalten etc. Ich hatte öfters Texte, die eher einem politischen Pamphlet glichen, denn einem Sachtext.

  4. Daniel Artikelautor

    Ok, da scheinen die Texter dann nicht ganz genau gelesen zu haben. Zielgruppe Geschäftsleute beinhaltet eigentlich schon Sachtext.
    Vielleicht haben sie es dann einfach zu gut gemeint. Aller Anfang ist schwer.

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